Am 26.09.1980 hat der “Selbstmord”-Attentäter Gundolf Köhler um kurz nach 22 Uhr seine mörderische Bombe gezündet. 12 Wies’n-Besucher, darunter auch Kinder, wurden aus dem Leben gerissen. Über 200 Verletzte und wer weiß wie viele seither traumatisierte Menschen gehen wie ich mit sehr gemischten Gefühlen an diesem Ort vorbei.  Für mich ist es immer wieder sehr sehr traurig an diesem Denkmal zu stehen bzw. überhaupt durch den Haupteingang auf die Wies’n zu gehen, da ich vor 39 Jahren mit Freunden dieses schreckliche Ereignis mit erlebte. Wir waren damals gerade nur 5 Min. vom Haupteingang weg, als wir den Knall und die Schreie der Menschen hörten …. Wir dürfen NIE VERGESSEN und all unsere Kraft gegen Rechts, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antiziganismus und Antisemitismus jeden Tag auch in der Öffentlichkeit leben.

Wir dürfen keine Angst zeigen – dieses Attentat, die Tatsache, dass “schlampig” ermittelt wurde und sogar Beweise verschwanden, müssen restlos aufgeklärt werden!!!!!


Ich möchte mich mit Bildern (u.a. von Marian Offmann und Haimo Liebich) der heutigen Gedenkveranstaltung auch bei all den heute Anwesenden, Organisatoren der DGB Jugend München, den Musikanten, Stadträten und BA-Mitgliedern bedanken für ihr unerschütterliches Engagement gegen das Vergessen in jeglicher Form.

Journalist Ulrich Chaussy hielt eine bedeutende und bewegende Rede, eine bleibende Herausforderung an den Rechtsstaat… Ohne Schnörkel und mit erneuten Fragen was aus den Beweismitteln etc. wurde ……. (EDITH GRUBE)

Edith Grube

Vielen Dank an Edith für diese Zeilen und das Zusammentragen von Bildmaterial. Da ich es in diesem Jahr nicht zur Gedenkfeier geschafft habe, bat ich sie heute morgen darum.

Selbst war ich vor einigen Jahren Gast bei einer Veranstaltung, in der ein Zeitzegen-Paar unter dem Pseudonym “Herr und Frau Müller” auftrat.  Was sie berichteten hat mich berührt und zugleich erschüttert. Es ging um verschwundene Beweise, nie beantwortete Fragen, Ungereimtheiten in den Ermittlungsergebnissen … Fragen, die bis heute offen sind, und die alleine schon Grund sein sollten, sie immer wieder vorzutragen, in der Hoffnung, den Opfern eines Tages doch noch die ganze Wahrheit und mit ihr ein Stück Seelenfrieden zu übermitteln. Hinzu kommt beschämenderweise, dass noch immer Opfer um eine angemessene Entschädigung, um Anerkennung als Schwerbehinderte und vieles mehr zu kämpfen haben.

Glücklicherweise hat sich inzwischen unser Oberbürgermeister Dieter Reiter dieser Versäumnisse angenommen und Hilfen zugesagt, wie kürzlich in einem Polit-Magazin im TV zu erfahren war.


Nachstehend der Beitrag “Herr und Frau Müller” heißen anders …” >

 


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