Da bis vor kurzem gesellschaftlich stigmatisiert, ist noch relativ wenig zur Verfolgung Homosexueller unter dem Hakenkreuz bekannt, zumal der berüchtigte Schwulen-Paragraph 175, der Homosexualität unter Strafe stellte, erst 1992 ganz aus dem Strafgesetzbuch gestrichen wurde! Dieses Themas hat sich das SRF4/News in seiner Sendereihe Zeitblende angenommen und dazu, mit jourfixe-Mitglied Albert Knoll, einen ausgewiesenen Experten zum Thema, als Studio-Gast eingeladen. Knoll ist Vorstand des Forums Queeres Archiv München – LesBiSchwul­TransInter in Geschichte und Kultur und forscht dazu seit vielen Jahren, wobei ihm seine Tätigkeit als Archivar in der KZ-Gedenkstätte Dachau zusätzlich entgegen kommt.

Während der Sendung, in O-Tönen eingeblendet zu hören ist immer wieder der KZ-Überlenbende Pierre Seel (1923 – 2005), Autor des Buches “Ich, Pierre Seel, deportiert und vergessen.” Jackwerth, Köln 2002, ISBN 3-932117-20-4. Er war einer der wenigen schwulen Männer, welche offen über seine Zeit im Konzentrationslager der Nationalsozialisten redete: der Elsässer Pierre Seel. Schon im Alter von 18 Jahren wurde er verhaftet und im Lager Schirmeck-Vorbruck gefoltert, vergewaltigt, erniedrigt.

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Albert Knoll forscht zu Schwulen in der NS-Zeit > großer AZ-Artikel von 2019


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