via unsere Kooparationspartnerin mfm – musica femina München hier eine aktuelle Ausschreibung für KOMPONISTINNEN – auch solche, die NICHT GEDOK-Mitglieder sind, die ich mich herzlichem “toi, toi, toi” in Kopie weiterleite: 

Ida Demel vor 1916, Foto: Jakob Hingsdorf; Wikipedia

GEDOK Komponistinnen Wettbewerb 2020

GEDOK Musikpreis im IDA DEHMEL JAHR

AUSSCHREIBUNG

Der Bundesverband der GEDOK, Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V., vergibt im Rahmen eines Wettbewerbs erstmalig den GEDOK Musikpreis an Komponistinnen ohne Altersbeschränkung. Jede Komponistin kann ein Werk einreichen. Das Werk soll noch nicht aufgeführt und auch nicht bei einem anderen Wettbewerb prämiert worden sein.

Im Jahr 2020 gedenkt die GEDOK besonders ihrer Gründerin, der Kunstförderin und Frauenrechtlerin Ida Dehmel (1870-1942), und ihres 150. Geburtstags.

Die für den Wettbewerb eingereichten Kompositionen sollen einen Bezug zu Werken von Komponistinnen der Zeit haben, in der Ida Dehmel lebte, besonders zu Werken von Komponistinnen der Zeit ab 1926, dem Gründungsjahr der GEDOK.

Der Wettbewerb ist für folgende Besetzungen mit Musikerinnen verschiedener GEDOK-Gruppen in Deutschland ausgeschrieben:

Solo:
Klarinette
Fagott / Kontrafagott
Akkordeon
Klavier
Gitarre

Duo:
Oboe und Akkordeon
Sopran und Fagott / Kontrafagott
Saxofon (Sopran/Alt) und Fagott
Violine und Klavier
Klavier vierhändig
Sopran und Gitarre

Trio: Sopran, Saxofon (Sopran/Alt) und Fagott / Kontrafagott
Sopran, Klarinette und Klavier

Die Einbeziehung elektroakustischer Mittel ist gestattet, muss aber von den Komponistinnen für die Aufführung selbst organisiert werden.

Die Verwendung von visuellen interdisziplinären Mitteln wie zum Beispiel Videoprojektion oder die Einbeziehung szenischer Elemente ist nicht vorgesehen.

Dauer: die eingereichten Werke sollen eine Dauer von 10 Minuten nicht überschreiten.

Es werden insgesamt drei Preise vergeben:
1. Preis 2500 €
2. Preis 1500 €
3. Preis 1000 €

Die Preisverleihung und Aufführung der Werke der drei Preisträgerinnen finden im Rahmen des GEDOK Bundeskonzertes im Stadtmuseum in München am 12. September 2020 statt.

Die Auswahl trifft eine fachkundige Jury. Die Entscheidung der Jury kann nicht mit rechtlichen Mitteln angefochten werden.

Einzureichen sind ausschließlich auf digitalem Weg:

  • Partitur in pdf-Format
  • Künstlerische Vita
  • Kurzes Werkverzeichnis
  • Erklärung, dass die einreichende Komponistin über alle Rechte am eingereichten Material verfügt und in keiner Weise die Rechte anderer Personen verletzt.

Einzureichen an:

Bundesverband GEDOK e.V.
gedok@gedok.de
www.GEDOK.de

Rückfragen per eMail sind an gedok@gedok.de möglich.

Einsendeschluss: 31. Januar 2020 (Eingangsdatum)

Der Komponistinnen Wettbewerb ist ein Projekt des GEDOK Bundesverbandes.

Bonn, im Juni 2019


Mehr zu Ida Dehmel:

Ida Dehmel kam 1870 als Tochter des jüdisch-deutschen Weinhändlers Simon Zacharias Coblenz in Bingen zur Welt. Bereits in der Jugend zeigte sie großes Interesse an Literatur, Musik und Malerei. 1892 schloss sie Freundschaft mit dem Dichter Stefan George  und entwickelte ein lebhaftes Interesse für Dichtung und Literatur. (…)

Ida und Richard Dehmel :Eine Ehe im Zeichen der Kunst; Foto: Dehmelhausstiftung, www.dehmelhaus.de

Nach dem Tod ihres zweiten Mannes, Richard Dehmel, widmete Ida Dehmel sich der Pflege seines literarischen Nachlasses. Der Verkauf des von ihr angelegten Dehmel-Archivs an die Stadt Hamburg ermöglichte es, das Dehmelhaus als Erinnerungsort zu erhalten. Die ca. 40.000 Archivalien blieben unter ihrer Verwaltung im Haus. Ida Dehmel veranstaltete Führungen, Vorträge und Empfänge. 

1926 gründete sie den Künstlerinnenverband GEDOK, der Künstlerinnen aller Sparten und Kunstförderer vereinigte, und übernahm den Vorsitz im Dachverband. Sie gehörte außerdem dem Vorstand des ersten deutschen Zonta-Clubs an.

Ab 1933 wurde Ida Dehmel als Jüdin ausgegrenzt. Sie musste ihre Ämter niederlegen und durfte nicht mehr publizieren. Viele Künstlerfreunde verließen das Land. Obwohl sie noch mehrere Seereisen unternahm, kam Emigration für Ida Dehmel nicht in Betracht. Stattdessen harrte sie im Dehmelhaus aus, um den Nachlass ihres Mannes zu bewahren. Eingaben verschiedener Personen, darunter Peter Suhrkamp, (…) verhinderten zwar zunächst ihre Enteignung und auch die Deportation, als diese mit dem Evakuierungsbefehl vom Mittwoch, dem 22. Oktober 1941, in Hamburg in die Wege geleitet wurde. Angesichts des Schicksals ihrer jüdisch-deutschen Mitbürger und der zunehmend von Angst, Einsamkeit und gesundheitlicher Beeinträchtigung bestimmten Lebenssituation nahm sich Ida Dehmel am 29. Oktober 1942 das Leben.

Ein Stolperstein erinnert an den letzten Wohnort Ida Dehmels, bevor sie sich das Leben nahm

Ehrungen

Die GEDOK verleiht alle drei Jahre den Ida-Dehmel-Literaturpreis. Sowohl in Bingen am Rhein, als auch in Hamburg-Blankenese sind vor ihren Wohnsitzen Stolpersteine verlegt. (Quelle: Wikipedia)



Mehr zur GEDOK:

GEDOK ist der Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e. V., das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen der Sparten: 

  • Bildende Kunst
  • Angewandte Kunst / ArtDesign
  • Literatur
  • Musik
  • Interdisziplinäre Kunst / Darstellende Kunst
    (…)

Alles weitere unter

> www.gedok.de