Als “Feministin hinter der Kamera” wird die Schweizer Regisseurin Tula Roy bezeichnet. Dass sie lange Zeit in ihrem Land nicht wählen durfte, hat sie seinerzeit politisiert.

1959 hatte die Schweiz ein Referendum zum Frauenwahlrecht durchgeführt, mit negativem Ausgang für die Eidgenossinnen.  Tula Roy und Christoph Wirsing befragten dazu Zeitzeuginnen, die damals, bis zum Erhalt des Wahlrechts 1971, mit diesem Politikum befasst waren. Der Film “Eine andere Geschichte” stellt die Umstände und Ereignisse aus der Perspektive dieser Frauen dar, als Ergänzung zur Geschichtsschreibung aus männlicher Sicht. Dabei stellten sich als Kernanliegen aller Befragten die Gleichberechtigung, die politische Teilhabe sowie eine selbstbestimmte Sexualität heraus.

Regisseurin Tula Roy und ihr Partner und Kameramann Christoph Wirsing werden den Abend persönlich begleiten.

EINE ANDERE GESCHICHTE – Film
über politisch aktive Frauen in der Schweiz

Donnerstag, 28.03.2019, 19.00 Uhr
KiM-Kino im Einstein, Einsteinstraße 42 (U-Bahn/Tram Max-Weber-Platz)
Karten: 6,- / 4,- € – Vorbestellung unter 089 93 23 92 möglich


IFFF/WILPF Logo

Veranstalterin des Filmabends ist die Münchner Sektion der IFFF/WILPF (Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit), im Rahme von deren umfassender EU-Reihe “Women Vote Peace” 2018/2019. Mehr dazu findet sich unter “HER STORY complementing History

Die Verbindungen der IFFF zur Schweiz sind vielfältig und spannend. Insbesondere fand 1919 in Zürich der erste Internationale Frauenfriedenskongress nach dem Ersten Weltkrieg statt, an dem auch Münchnerinnen, unter der Führung von Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann teilnahmen. Sie benannten ihre Organisation damals um: in die bis heute bestehende Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit/IFFF. Aus Anlass des 100. Jahrestages wird im Mai 2019 in Zürich eine Jubiläumsveranstaltung am historischen Tagungsort durchgeführt.

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