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Aoi no Ue (Dame Aoi) ist ein Kapitel des vor ca. 1000 Jahren in Japan entstandenen Romans Genji Monogatari, zu Deutsch: die Geschichte vom Prinzen Genji. Als Verfasserin gilt Murasaki Shikibu (ca. 978 – ca. 1014), eine Hofdame am japanischen Kaiserhof. Dieser Roman spiegelt nicht nur die damalige japanische Weltanschauung wider, sondern zeigt das ganze Wechselbad großer Gefühle: Zuneigung kippt in Ablehnung, Hass wird zu Liebe – und umgekehrt. Schauplatz dieses Dramas ist das eigene Ich: ein schillerndes Rätsel menschlicher Widersprüchlichkeiten.

Masako Ohta und Eiko Hayashi nehmen diese subtilen unkontrollierbaren Momente auf und bringen sie im künstlerischen Dialog zwischen Tanz und Klavier zum Ausdruck. Improvisierte Musik trifft auf Bewegungen, die die Grenzen des traditionell strengen Kabuki-Tanzes sprengen – spannungsgeladen, virtuos, voller Geheimnisse und Emotionen.

Eiko Hayashi begann im Alter von sechs Jahren ihre Tanzausbildung in Tokio. Seit 1992 lebt und arbeitet sie in Europa und verbindet in ihrer Arbeit westliche Einflüsse mit den Formen des traditionellen japanischen Tanzes. Sie gastierte u.a. in Paris, Berlin, Köln, Leipzig, Hamburg und Wien und leitet Tanzworkshops.

Die bekannte Münchner Pianistin Masako Ohta ist sowohl in der Welt der klassischen wie auch der zeitgenössischen Musik zuhause. Für ihre Einspielungen, interdisziplinären Projekte und Konzertreihen wurde sie mit dem Giesinger Kulturpreis 2016 und dem Förderpreis Musik der Landeshauptstadt München 2019 ausgezeichnet. „Masako Ohta ist eine Poetin des Klaviers“ (Münchner Feuilleton)

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Freitag 31.Mai und Samstag 01. Juni, jeweils 20 Uhr

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Öffentliche Verkehrsmittel:

U1/U2/U7 Kolumbusplatz
Bus 52 Kolumbusplatz oder Taubenstr.



Titelbild: Thilo Fahrtmann