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Workshops / Vorträge / Konzerte / Podiumsgespräch / Netzwerke

Die dreitägige Konferenz „Und sie komponieren, dirigieren doch!“ ist, nach dem Erfolg von 2016, bereits die zweite dieser Art in München und steht  unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Carolina Trautner, Bayerisches Staatsministerium. Die Konferenz richtet sich ebenso an Fach- wie an allgemeines Publikum.

Veranstaltungsorte:

Orff-Zentrum MünchenCarl-Orff-Saal/GasteigHochschule für Musik und Theater 




Veranstalter/Kooperationspartner:

mfm – musica femina münchen e.V. in Kooperation mit

dem Archiv Frau und Musik in Frankfurt
dem Orff-Zentrum München
der Hochschule für Musik und Theater München
der LfA Förderbank Bayern

Nach wie vor sind Werke von Komponistinnen im klassischen Konzertbetrieb oder in der Oper Mangelware. Eine Studie des Deutschen Kulturrats aus dem Jahr 2016 belegte dies mit für Deutschland alarmierenden Zahlen: Weniger als 10 % der aufgeführten Werke deutscher Opernhäuser und Orchester stammten 2014 aus der Feder einer Frau. Sogar bei Uraufführungen lag ihr Anteil unter 15 %, während im gleichen Zeitraum an deutschen Musikhochschulen 32 % der weiblichen Studierenden für Komposition und 41 % für Dirigieren eingeschrieben waren. Welche beruflichen Möglichkeiten bieten sich den Absolventinnen, wenn noch immer unreflektierte Mechanismen eine geschlechtergerechte Berufsausübung unterbinden? Die Studie machte auch eklatante Einkommensunterschiede sichtbar: im Mittel für alle Musikerinnen liegt der Gender Pay Gap bei 24 %, gravierend allerdings ist er bei Komponistinnen mit 34 % und bei Dirigentinnen mit 44 %.

Wenngleich aktuell geradezu ein Hype auf Dirigentinnen zu beobachten ist, hält diese positive Entwicklung bei den Komponistinnen nicht Schritt. Verglichen mit den Zahlen im Ausland, z.B. Schweden mit 37 % zeitgenössischer Musik von Frauen (Quelle Bachtrack), stehen Werke von Komponistinnen noch immer selten auf den Programmen deutscher Bühnen oder Orchester.

Ergebnisse der ersten Konferenz, im März 2016

Vor diesem Hintergrund laden die Veranstalterinnen, der Verein musica femina münchen e.V und das Archiv Frau und Musik in Frankfurt, zur 2. Konferenz „Und sie komponieren, dirigieren doch!“ vom 20. bis 22. März nach München ein. „Diversity in Musik – Komponistinnen und Dirigentinnen im Musikleben heute“ heißt der Schwerpunkt der dreitägigen Konferenz: Es werden Workshops angeboten, aktuelle Forschungsergebnisse und Recherche-Möglichkeiten vorgestellt sowie Strategien erarbeitet, mit dem Ziel, mehr Kompositionen von Frauen – aus Vergangenheit und Gegenwart – auf die Bühne zu bringen.

Bei einer Podiumsdiskussion tauschen sich wichtige Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Programmplanung, Verlag, Hochschule, Komposition, Berufsverband aus, diskutieren Strategien zur Verbesserung dieser Situation. Konzerte mit Kammermusik (darunter drei Komponistinnen, deren Nachlässe in Münchner Bibliotheken überliefert sind), und ein Orchesterkonzert mit zeitgenössischer Musik (die für professionelle Orchester ebenso wie für Laienorchester geeignet ist) bereichern die Konferenz auch musikalisch.

Eintritt (diverse) siehe > Anmeldungsformular

Tagungsort ist das Orff-Zentrum München, das in einer respektablen Villa in Schwabing residiert, der ehemaligen Günther-Schule, die 1924 von Carl Orff und  Dorothee Günther gegründet wurde. Orffs Assistentin, Gunild Keetman arbeitete an diesem geschichtsträchtigen Ort und steuerte wesentliche Impulse zur Reformmusikpädagogik bei.

Eingang zum Orff-Zentrum München, Foto: Henning Schlottmann

Das Programm zur 2. KONFERENZ
„Und sie komponieren, dirigieren doch!“
Diversity in Music – Komponistinnen und Dirigentinnen im Musikleben heute
München, 20.-22. März 2020

Freitag, 20.3.2020

Hochschule für Musik und Theater München
9.30 – 14 Uhr

Workshops Komposition! und Dirigieren! für Schülerinnen
mit Hildegard Schön, Dirigentin und Laura Konjetzky (Foto), Komponistin

Orff-Zentrum München
15 – 18 Uhr

Bildet Banden! Informieren, Aktivieren Vernetzen
AktivistInnentreffen (Postersession)
Moderation: Mary Ellen Kitchens, Elisabeth Threydte

 

Samstag, 21.3.2020

Orff-Zentrum München
10 – 12.30 Uhr
Begrüßung durch Hausherr Dr. Thomas Rösch und Vorstellung der Komponistin, Pionierin der Musikpädagogik und engen Mitarbeiterin von Carl Orff, Gunild Keetman

Von der Wissenschaft in den Konzertsaal
Keyreferat von Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann „Der Mythos vom Ende der Frauenforschung“ {…}
(Forschungszentrum Musik und Gender, Hannover)
Mary Ellen Kitchens, Hildegard Schön “Hilfsmittel und Empfehlungen für die Repertoire-Suche”
Elisabeth Treydte „Fanny … wer? Komponistinnen in den Schulen“

 

Charlotte Seither, copyright Marko Bussmann

Orff-Zentrum München
14 – 18 Uhr
Podiumsdiskussion „Schade, dass sie nicht Philipp heißt – KomponistINNEN auf die Bühne!“
Dr. Liane Curtis Musikwissenschaftlerin, Women’s Philharmonic Advocacy, U.S.A.
Paul Müller Intendant Münchner Philharmoniker
Prof. Brigitta Muntendorf Komponistin
Prof. Dr. Bernd Redmann Präsident der Hochschule für Musik und Theater München
Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann Präsidentin Hochschule f. Musik, Theater u. Medien Hannover
Dr. Charlotte Seither  (Foto) Komponistin, Aufsichtsrätin bei der GEMA
Emanuel Signer Lektor Bärenreiter-Verlag
Moderation: Kristin Amme, Dr. Ulrike Keil
abschließend Diskussion mit ExpertInnen und Publikum

 

Konstantia Gourzi, Foto Giorgos-Mavropoulos

Orff-Zentrum München
20 Uhr
Kammerkonzert „Evening at the window“ Münchner Komponistinnen
Philippine Schick (1893-1970) Sonate für Violoncello und Klavier op. 43
Mary Wurm (1860-1938) Sonate für Violine und Klavier F-Dur op. 17
Konstantia Gourzi (*1962) „Evening at the Window” für Viola solo op. 75
(Auftragskomposition für den ARD Musikwettbewerb 2018)
Luise Adolpha Le Beau (1850-1927) Streichquartett g-Moll op. 34

Ensemble:
Sonja Korkeala, Violine | Mohamed Hiber, Violine | Diyang Mei, Viola | Laura Szabo, Violoncello | Dmitry Mayboroda, Klavier

 

Sonntag, 22.3.2020

Katrin Schweiger, Komponistin, Dirigentin, Sängerin

Carl-Orff-Saal Gasteig
12 Uhr
Schwebend, leuchtend, furios – neue und neuste Orchesterwerke von Komponistinnen
Eine Matinee mit Werken für Laien- und Profiorchester

Gunild Keetman (1904-1990) Tänze und Spielstücke (eine Auswahl 1930-1933)
Katrin Schweiger (*1987) „Schwebend“ für Streichorchester (2016/17)
Dorothea Hofmann (*1961) „Furie“ Interludium (2018)
Manuela Kerer (*1980) „Feuernde Seele“ für Streichorchester und Trautonium (2016)
Dorothee Eberhardt (*1952) 3. Satz aus „Luminoso“ f. großes Orchester (Auftragskomp. UA 2020)
Gloria Coates (*1938) „Aurora Borealis“ – Kopfsatz aus 2. Sinfonie „Illuminatio in tenebris“ (1974/88)

Peter Pichler (Trautonium) | Rainbow Sound Orchestra Munich and friends
unter anderem vom Orchesterverein Kempten und vom Frauenorchesterprojekt Berlin
Mary Ellen Kitchens (Idee und Leitung)
Melissa Panlasigui und Alexander Strauch (Leitung)

 

13 Uhr
Abschluss der Konferenz | Empfang des Kulturreferates der Stadt München




> Anmeldeformular zur Veranstaltung

(Bitte laden Sie das Formular auf Ihren Computer herunter, dann ist es mit Acrobat Reader ausfüllbar)


> Konferenzprogramm | Pdf als Download




Mit freundlicher Unterstützung

Kulturreferat der LH München
Kulturfonds Bayern
Gema-Stiftung
Mariann Steegmann Foundation
LfA Förderbank Bayern
Gleichstellungsstelle der LH München
private Sponsorinnen und Sponsoren


Kontakt:

Projektleitung/Tagungsleitung

musica femina münchen e.V.
Anne Holler-Kuthe, Geschäftsführerin
Occamstraße 11, 80802 München
Telefon +49 89 396964, Telefax +49 89 334477
mail: info@musica-femina-muenchen.de
www.musica-femina-muenchen.de

Dr. Keil Musikpromotion
Geschäftsführerin Dr. phil. Ulrike Keil
Musikwissenschaftlerin, Kulturmanagerin
Gundermannstraße 28, 80935 München
mobil: +49 160-97053323  mobil: +49 172 7656619
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PR/Social Media

Gaby dos Santos  
Ltg. Kulturplattform jourfixe-muenchen 
Tel. + 49 89 44409206  mail: dossantosgaby1@gmail.com
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Zur Konferenz 2016 siehe auch den Beitrag im jourfixeBlog