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Weiter geht es mit dem Jazzfest München 2019, im Plus-Size-Format anlässlich des 30. Jubiläums:

Donnerstag 5. Dezember 2019 – BLACKBOX im Gasteig

– mit Gemälden von Nina Michelle –
20.00 NINA MICHELLE QUINTET
love confession
Nina Michelle (voc), Peter Tuscher (trumpet, flugelhorn), Jan Eschke (piano, keys), Andreas Kurz (bass), Rick Hollander (drums)

Förderpreis des bayrischen Jazzverbands
21.30 BEKMULIN FINDLING DUO
waghalsig improvisiert
Christian Bekmulin (gitarre), Valentin Findling (piano)

Bayrisch Jazz Group

22.30 BAYRISCH JAZZ GROUP
da summa is uma
Irmi Haager (voc), Hugo Siegmeth (sax/bcl), Josef Reßle (piano), Andreas Kurz (bass), Bastian Jütte (schlagzeug)


Freitag 6. Dezember 2019 – BLACKBOX im Gasteig

20:00 SEVEN STEPS
40 jahre freies musikzentrum
Caro Roth (voc), Till Martin (tenorsax), Mathias Götz (posaune), Geoff Goodman (guitar), Max Osvald (piano), Eugen Apostolidis (bass), Matthias Gmelin (schlagzeug)

21.30 TITUS WALDENFELS BAND feat. Julia Jung
3 colours of swing
Julia Jung (Gesang),Titus Waldenfels (gitarre, geige, pedal steel guitar, foot bass), Christoph Jung (schlagzeug, perkussion)

Die Musiker aus Vilnius

in Kooperation mit dem litauischen Kultur Institut
22.30 JIM TRIFFT VILNIUS
– free –
Dmitry Golovanov (pno, keys, electronics), Jan Maksimovič (sopranosax, efx), Markus Heinze (tenorsax, baritonsax, cornet), Walter Bittner (drums, electronics)


Samstag 7. Dezember 2019 BLACKBOX im Gasteig

20:00 MODERN STRING QUARTET presents
Pictures at a new Exhibition
modest mussorgsky framed in jazz
Joerg Widmoser, Winfried Zrenner (violine), Andreas Höricht (viola), Thomas Wollenweber (cello)

21:30 UHR ELWOOD & RESSLE und RUTH GEIERSBERGER
bilder einer ausstellung: eine Zeitreise 1877. 1966. 2019.
Natalie Elwood (voice), Josef Ressle (piano), Ruth Geiersberger (performance)

22:30 UHR PESTALOZZI BIGBAND
ah-um
Christofer Varner (dir, arr), Moema Tiefengruber (klar, bassklar), Jean-Lou Eberhard, Noelle Krall, tba, Victoria Vetter,  Paula Fabian (reeds), Valentin Schmidbaur, Camilo Marek, Emilie Alt, Daniel Grenda (trompeten), Moritz Renner,  Leonie Wegner, Fridolin Staubinger (posaunen), Clemens Schumacher (git), Ferdinand Kriegl, David Walter (piano), Jakob Jäger (bass), Valentin Renner (drums)


Reservierungen:

Tel: 089-5481 8181
info@jazzfestmuenchen.de

KARTEN 25,- € / erm. 19,-

an der Abendkasse
an allen Vorverkaufsstellen
oder online > Muenchen Ticket



Andi Lutter fotografiert von Ralf Dombrowski

Grusswort des langjährigen JIM-Vorsitzenden, Pianist Andy Lutter:

Liebe Jazzfreunde, 
 
das Jazzfest München feiert sein 30jähriges Bestehen mit einem zweiteiligen Festival: 4 Konzerte im Oktober (25.+26.10) und 9 Konzerte im Dezember (5.-7.12.). Mit der programmatischen Vorgabe “Bilder einer Ausstellung“  haben wir nicht nur die Musiker versucht zu inspirieren, sondern möchten auch unser Festival in seiner Geschichte Revue passieren lassen und einen Rundgang initiieren durch die Münchner Jazzwelt seit 1989. Mit Konzerten von über 1000 Musikern haben wir als JIM (Jazzmusiker Initiative München e.V.) stets an unserer Idee festgehalten, die Münchner Jazzszene in ihrer Vielfalt und Qualität zu zeigen. Das Auftreten vieler nationaler oder internationaler Jazzgrößen stand dabei immer in Zusammenhang mit lokalen Jazzern im Kreis ihrer Freunde und Kollegen.
Erinnern möchten wir dieses Jahr auch an die Vielen der „ersten Stunde“: Aktionisten und Gründer, Fürsprecher und Koordinatoren, Promoter und Organisatoren der ersten Festivals auf dem Olympiagelände. Die Programme unserer Veranstaltungen seit den ersten Tagen finden sich im Rückblick auf www.jazzfestmuenchen.de. Der Enthusiasmus von damals ist im Inhalt zu spüren – immer noch, auch wenn wir älter und (hoffentlich nicht) weiser geworden sind. Kreative Musiker bleiben ja meistens kreativ und sind daher Garant für Überraschung und Erneuerung. Und damit wären wir an einem Punkt, wo wir trotzig und voller Freude so etwas wie ein Programm ausrufen:
 
“Bilder einer Ausstellung“, eine anerkannte Programmmusik von Mussorgski,  in Bearbeitungen von Ravel bis Emerson Lake and Palmer, soll als Anreiz für die Gruppen dienen, die Ende Oktober und im Dezember an fünf Tagen in der Black Box im Münchner Gasteig furchtlos den Klischees der Kunst-Assoziationen entweder entgegen treten oder sie gleich umgehen, um unsere Seele zu berühren. Diese schimmernde Goldwolke in und um uns, die keiner Bilder bedarf, um uns zu verwandeln.
 
Wir sehen uns!
Andy Lutter
J.I.M. Jazzmusiker-Initiative-München e.V.


… und noch etwas Nostalgie zum Schluss: 

Das Jazzfest München ist ganz offensichtlich mit mir zusammen älter geworden. Was war ich, im Rückblick betrachtet, noch jung und unbedarft, als mir 1989 ein Exemplar der Jazz-Zeitung des unvergessenen Hans Ruland in die Hände fiel: “Hannes Beckmann am Ziel seiner Träume”, lautete der Aufmacher und berichtete ausführlich über das bevorstehende Jazzfest in München. Da ich damals lange im Krankenhaus lag, verpasste ich diese Stunde Null in der Jazz-Chronik unserer Stadt, die München natürlich NICHT alleine dem charismatischen Jazzgeiger verdankte, sondern dem geballten Engagement vieler Münchner Jazzer*Innen. Nachdem Hürden unterschiedlichster Couleur von den Vorkämpfer*Innen genommen worden waren, geriet der Einstand, laut Überlieferung, zu einer Matsch-Partie mit Zelt, wie der Lyriker und Jazzmusiker Jörn Pfennig plastisch in einem Beitrag schildert, den ich anlässlich des Jazzfests 2016 im jourfixe-Blog veröffentlicht habe, unter dem Titel > Alles wird anders, aber nichts ändert sich … “Zum Glück!!!” möchte ich gleich hinzufügen und uns allen noch mindestens 30 weitere Jahre Jazzfest München zu wünschen!

Euch aber, liebe JIM-ler, gebührt der Dank aller Münchner Jazzfans wie mir!

Herzlichst, Eure Gaby  🙂



Zum Thema Jazzfest siehe auch den amüsanten Beitrag im jourfixe-Blog:

“Alles wird anders, aber nichts ändert sich” – 
Jazz-Reminiszenzen aus dem Nähkästchen geplaudert und garniert mit einem witzigen Gastbeitrag von Jörn Pfennig, JIM-Mitglied erster Stunde, zum ersten Jazzfest, 1989, im Matsch …

> www.jazzfestmuenchen.de



Titel-Collage: Gaby dos Santos