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Donnerstag 18. Juni 2020 von 19 bis 21 Uhr ist die Vernissage der Rathaus-Ausstellung “UNTERWEGS” von Rita Seibold-Oever: Ölbilder auf Leinwand. Einführung: Peter Pich, musikalische Gestaltung durch den Gitarristen Franco Zambito (sein Eintrag ist ganz unten auf der Seite). Dauer der Ausstellung: vom 18. Juni bis 23. Juli 2020. Rathaus Pasing Neubau, Eingang Rathausgasse. Eintritt frei.

Rita Seibold-Över, Taghell I, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm, 2018

Rita Seibold-Över, Taghell I, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm, 2018

Rita Seibold-Över über ihre Bilder:

Ich gehe meditativ an ein Bild heran. Welche Farbe taucht aus meinem Inneren zuerst auf? In welcher Form bringe ich sie auf die Leinwand? Die ersten Formen sind entscheidend, sie bestimmen meist die Komposition. Darum herum baue ich das Bild auf. Die Farben und Formen treten während des Arbeitsprozesses sozusagen in Kommunikation miteinander. Dabei stelle ich mir vor, was sie sein könnten:
z.B. Teile von Gesprächsfetzen und Denkblasen von Menschen gleicher und/oder verschiedener Kulturen lassen Zeichen/Kalligrafie/Schrift/Symbole auf dem Bild erkennen.
Oder ich tauche in die Natur ein, verbinde mich mit einer Unterwasserwelt, bin mitten in einem Wirrwarr von Ästen/Gestrüpp, befinde mich in der Luft, wie ein Vogel, der über Länder fliegt und Felder, Wald, Berge, Seen und das Meer von oben sieht.

Rita Seibold-Över, Entfaltung, Öl/Ölkreide auf Leinwand, 30 x 30 cm, 2019

Rita Seibold-Över, Entfaltung, Öl/Ölkreide auf Leinwand, 30 x 30 cm, 2019

“Manchmal entstehen auch Stillleben mit Gegenständen, die sich mir nicht immer ganz erschließen und nebulös bleiben, weil sie neu für mich sind.
Die Arbeit ist sehr spannend, weil ich nie weiß, welches Bild im Endeffekt entsteht. In meinen Bildern fühle ich eine Verbundenheit mit der Welt im positiven Sinne, etwas Universelles.

Pastelltöne überwiegen und geben den Bildern eine Leichtigkeit, die aber immer wieder durch schwere Teile unterbrochen wird. Gemischte Ölfarben verdünnt aufgetragen lassen Flächen entstehen, die sich entweder leicht berühren oder übereinander liegen und dabei andere Farbtöne hervor bringen. Dabei setze ich die Pinselstriche sehr bewusst und überlege manchmal lange, was als Nächstes kommt. Der Arbeitsprozess zieht sich und kostet viel Konzentration. Wenn diese nicht mehr da ist höre ich auf und mache ein anderes Mal weiter.”

“Seit einiger Zeit bin ich dazu übergegangen die Bilder nicht mehr auf die Staffelei zu stellen, sondern auf den Boden zu legen. Der Blick während des Malens von oben, ermöglicht mir eine andere Sichtweise, weil ich um die Bilder herum gehen kann. Die Komposition wird dadurch stimmiger und theoretisch könnten die Bilder auch gedreht aufgehängt werden, nichtsdestotrotz bestimme ich die Richtung.

München, im Januar 2020”