Lade Veranstaltungen
Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Donnerstag, dem 9. Juli 2020 um 19 Uhr liest C. Bernd Sucher aus seinem Buch „Mamsi und ich“ im Park des Ebenböckhauses in Pasing, Ebenböckstr. 11. Eintritt: € 8, für Mitglieder € 5. Anmeldung erforderlich unter kulturforum.muenchen-west@web.de
Ein wichtiger Hinweis: Geben Sie bitte bei der Anmeldung für jede bestellte Eintrittskarte Name und Vorname, Anschrift und – soweit vorhanden – eine Telefonnummer an. Die Daten verbleiben intern und werden nur auf Anfrage der Gesundheitsbehörde ausschließlich an diese übermittelt. Sie werden vier Wochen nach der Veranstaltung gelöscht. Die Lesung findet nur bei gutem wetter statt.

Die Zeit des Wartens ist vorbei – das Kulturforum München-West nimmt seine Veranstaltungen wieder auf und beginnt gleich mit einem Glanzlicht:

C. Bernd Sucher liest im Park des Ebenböckhauses

Er hat mit magna cum laude über Martin Luther und die Juden promoviert. Er war Theaterkritiker der Süddeutschen Zeitung. Er ist Professor an der Hochschule für Fernsehen und Film. Er ist Mitglied des PEN-Clubs und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Seine literarische Vortragsreihe ist Kult – C. Bernd Sucher hat es zu etwas gebracht. Mit Charme und Chuzpe. Doch hinter dem Erfolg liegt ein Drama: Die Beziehung zu seiner Mutter.

Das offenbart C. Bernd Sucher in seiner Doppelautobiografie “Mamsi und ich”: „Mein ganzes Denken und Handeln“ sagt er in einem Interview, „war darauf fixiert, ihren Ansprüchen nicht nur zu genügen, sondern sie auch noch zu übertreffen.“ Denn „Meine Mutter hatte im KZ die Hölle erlebt. Wie konnte ich mir da rausnehmen, sie noch weiter zu verletzen und nochmals zu demütigen?!“ Die kühle Frau, die Jüdin, die ihren Sohn protestantisch erzog, ihn niemals küsste, ihn zeitlebens kritisierte, sie wollte einen Sohn, der alles wieder zurückgewinnt, was ihr, der verwöhnten Tochter aus großbürgerlichem Haus, genommen worden war. Das Buch bedeutete die Befreiung.