Kontakt / Bookings +49 89 444 09 206|info@jourfixe-muenchen-ev.com
Lade Veranstaltungen

14.00: Maria Naryschkina – Mätresse des Zaren
Lesung mit musikalischer Untermalung

Maria Naryschkina, 1807, von  Joseph Maria Grassi, Bild-Ausschn.

Die Fürstin Maria Naryschkina war 15 Jahre lang die Geliebte und Mutter der Kinder des Zaren Alexander I. (Enkelsohn von Katharina II. und Bezwinger Napoleons). Sie kam 1799 in Warschau als Tochter eines polnischen Adligen zur Welt und starb 1854 im bayerischen Starnberg. Mit 16 Jahren verheiratete man sie mit einem reichen, um viele Jahre älteren Fürst Naryschkin, der sich mit seiner Rolle eines „Hörnerträgers“ abgefunden hat. „Ihre vollkommene Schönheit war unglaublich“, schrieb der bekannte Chronist Filipp Vigel über Maria Naryschkina. Ihr Salon in St. Petersburg war der einzige Ort in der Hauptstadt, in dem man frei sprechen konnte. Sie war besorgt um ihre zwischen drei Ländern geteilte Heimat Polen. Es gab Gerüchte, dass die Annahme der Verfassung durch den polnischen Sejm nicht ohne ihre Teilnahme ausging. Die letzte Ruhe fand Fürstin Naryschkina am Alten Südlichen Friedhof in München. Ihr Grab existiert noch heute.

 

16.00: Geheimnisse schöner Frauen: Berühmte Künstler und ihre Modelle
Buchvorstellung

Tatjana Kuschtewskaja, die über zwanzig Bücher in Deutschland veröffentlicht hat, stellt ihr neues Buch vor. Geheimnisvolle, schöne Frauen, die mit ihrer außergewöhnlichen Ausstrahlung Künstler von Weltrang inspirierten und verzauberten, darunter die Balletttänzerin Olga Khokhlova, die Pablo Picasso zur Frau nahm, die Dichterin Anna Achmatowa, die Amadeo Modigliani in seinen Zeichnungen verewigte und die geheimnisvolle „Unbekannte“ von Iwan Kramskoj, deren schönes Bild dieses Buch mit zweiundzwanzig Geschichten schmückt.

Weitere Bücher von Tatjana Kuschtewskaja:
„Mein geheimes Russland“, „Russinnen ohne Russland“, „Am Anfang war die Frau“

 

18.00: Eine echte und eine falsche Zarentochter
Vortrag

Die echte Zarentochter Anastasia (li) und Hochstaplerin Anna Anderson

Der oberbayerische Ort Seeon hat viele Geheimnisse, darunter viele russische. Dort wanderte einst eine echte Zarentochter, Maria Nikolajewna, Herzogin von Leuchtenberg, die 1839 Maximilian, Herzog von Leuchtenberg, Neffe des bayerischen Königs Ludwig I., heiratete. Fast 150 Jahre später fand dort ihre letzte Ruhe eine falsche Zarentochter – Anastasia, alias Anna Anderson (obiges Foto re).
Über die Schicksale dieser ungewöhnlichen Frauen erzählt Nikolai Worontsow, Vorsitzender der Münchner Alexander-Glasunow-Stiftung.

 

20.00: Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke: Eine Liebesbegegnung in München
Szenische Lesung

Salome und Rilke: Eine amour fou

Im Frühjahr 1897 reiste die gebürtige Petersburgerin, die 36-jährige Schriftstellerin Lou Andreas-Salomé (1861-1937), von Berlin nach München. Sie stieg in den „Fürstenhäusern“ in der Schellingstraße ab. Am 12. Mai 1897 wird ihr ein 21-jähriger Dichter aus Prag vorgestellt, Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) … Einen Monat später unternahmen Lou und Rilke einen Ausflug nach Wolfratshausen. Sie entschlossen sich, hier eine längere Zeit gemeinsam zu verbringen. Bald gab Lou dem jungen Dichter nicht nur statt seines „weiblichen“ René den Namen Rainer, sondern schenkte auch eine neue geistige Heimat – Russland.



Mitwirkende:

Karin Wirz, Georgia Stahl, Arthur Galiandin, Klaus Müster, Svetlana Prandetskaya und Olga Koslowa (Gesang), Jekaterina Medvedeva (Piano), Maria Belanowskaja (Domra), Michail Leontchik (Zimbal) u. a.

Künstlerische Leiterin: Tatjana Lukina



Programm MIR September/Oktober 2019

> LINK zum pdf


MEHR siehe

> www.mir-ev.de