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Durch seine Oper „Boris Godunow und den Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung“ wurde Modest Mussorgskij (1839-1881) weltweit bekannt. Doch in Russland wird er auch als Liederkomponist gefeiert.

Beispielhaft dazu ist sein zwischen 1875 und 1877 entstandener Zyklus „Lieder und Tänze des Todes“. Mussorgskij selbst bezeichnete ihn als „Danse macabre“ und beschrieb seinen Inhalt in einem Brief folgendermaßen:
„Irgendeine fesselnde, irgendeine gnadenlos tödliche Liebe ist zu hören! Genauer gesagt: der Tod – kalt und leidenschaftlich verliebt in den Tod – genießt den Tod.“

Mussorgskij wurde als Sohn eines wohlhabenden Landbesitzers geboren. Durch die Mutter und seine deutsche Erzieherin lernte er das Klavierspiel und zwar so rasch, dass er bereits im Alter von sieben Jahren kurze Stücke von Franz Liszt beherrschte. Mit zehn Jahren wurde er in die deutsche Petrischule in St. Petersburg aufgenommen, und mit dreizehn trat er in die Petersburger Kadettenschule ein. Mit 27 Jahren lebte Mussorgskij in einer Wohngemeinschaft mit vier anderen jungen Männern: Mili Balakirjew, César Cuii, Alexander Borodin und Rimskij Korsakow zusammen. Als „Mächtiges Häuflein“ oder “Gruppe der Fünf” gingen sie in die Musikgeschichte ein. Mit nur 42 Jahren starb Modest Mussorgskij 1881 an den Folgen einer jahrelangen Alkoholabhängigkeit, wie auch das nachstehende, kurz vor seinem Tod entstandene Portrait auf erschreckende Weise verdeutlicht.

Modest Petrowitsch Mussorgsky: Porträt (1881) von I. E. Repin, Tretjakow-Galerie, Moskau

Im Programm: Klavierstücke, Duette, Lieder

Mitwirkende / При участии:
Jekaterina Medvedeva und Anna Soutyagina (Klavier),
Elvira Rizhanovitch-Bette, Svetlana Prandetskaya, Olga Koslowa und Frits Kamp (Gesang),
Artur Medvedev (Geige), Maria Belanovskaja (Domra), Tatiana Neuhäusler (Balalaika), Michail Leontchik (Zimbal), Philipp von Morgen (Cello) u.a.

Moderation: Arthur Galiandin und Michael Tschernow
Künstlerische Leitung: Tatjana Lukina
Gefördert: Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Karten über München Ticket > LINK