Lade Veranstaltungen
Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Oleg Pogudin, oft bezeichnet als die “Silberne Stimme Russlands”, gilt in seiner Heimat als DER Romanzen-Interpret par excellence.

Oleg Pogudin, der Volkssänger Russlands, hier in einer eindringlichen Video-Aufnahme von 2001

Bei seinem Münchner Gastspiel präsentiert Oleg Pogudin, begleitet von einem 7-köpfigem Orchester, einen Best-of-Querschnitt des klassischen und romantischen Repertoires russischer Lieder.

Diese lernten während des Zweiten Weltkriegs auch die Sanitätssoldaten um Hans Scholl, Alexander Schmorell und Willi Graf kennen und schätzen, als sie im Sommer 1942 Sanitätseinsatz in Gshatsk (vor Moskau) leisteten. (Siehe auch nachstehendes Foto)

Von links Hubert Furtwängler und die Widerstandskämpfer Hans Scholl und Alexander Schmorell bei der Ankunft in Ghatzk, Russland; Quelle/Rechte: akg-Images

 

Aus ihren Briefen und Tagebüchern dieser Zeit werden von MIR-Künstlern Ausschnitte vorgetragen. So  schrieb beispielsweise Alexander Schmorell an seine Eltern in München am 28.8.42 aus Gshatzk: „Das russische Volk hat in diesen 20 Jahren Bolschewismus nicht verlernt zu singen und zu tanzen, und überall, wohin du kommst, kannst du russische Lieder hören. Gesungen werden alte wie neue Lieder. Gespielt wird auf Balalaikas und Gitarren, und dabei so schön. . .“  Überhaupt prädestinierte die Vita von Alexander Schmorell, mit ihren sowohl russischen als auch deutschen Wurzeln, ihn zu einem kulturellen Brückenbauer zwischen Deutschen und Russen, wie es das Traunsteiner Tagblatt in einem Beitrag zu Schmorells 100. Geburtstag, 2017, formulierte. Eng war zeitlebens die Beziehung der Schmorells zum russischen Kulturzentrum MIR: Erich und Natascha Schmorell – Geschwister von Alexander – waren bis zu ihrem Tod, Mitglieder. Dr. Erich Schmorell schrieb einst: Ich bin sicher, dass mein Bruder, Alexander Schmorell, Frau Tatjana Lukinas Idee eines Brückenschlags zwischen russischer und deutscher Kultur mit Begeisterung zugestimmt hätte. Er selbst fühlte sich ja als Mittler zwischen Deutschen und Russen.“

Stimmigerweise erfolgt diese Veranstaltung im Rahmen des deutsch-russischen Jahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft 2018-2020. Das Grußwort vortragen wird Markus Schmorell, Neffe von Alexander Schmorell und  stellvertretender Vorsitzender der Weiße Rose Stiftung e.V., die, in Kooperation mit MIR – Zentrum russischer Kultur in München, für den Abend verantwortlich zeichnet.

Die musikalisch-historische Hommage findet in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität in München statt, an jenem Ort also, an dem am 18. Februar 1943 die Geschwister Scholl festgesetzt wurden, nachdem sie Regime kritische Flugblätter in den Lichthof der Eingangshalle hinab geworfen hatten.

Es handelt sich um das erste und vorläufig auch einzige Münchner Konzert dieses großen russischen Volkssänger, DIE Gelegenheit seine außergewöhnliche Stimme für sich zu entdecken.

 


Unkostenbeitrag: 15 €, ermäßigt: 10 €
Spenden herzlich willkommen!
Tel. 089/ 351 69 87

 

Gefördert durch
das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland
und der Russischen Föderation

 


MIR-Kalender 2018 – Sonderauflage

Alexander Schmorell
und sein Weg vom Widerstandskämpfer
zm Heiligen

 

Link zum  > PDF

 

 

Nach oben