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Die Künstlerin Lorenza Böttner arbeitete interdisziplinär:

In ihren Selbstporträts, Fotografien, Zeichnungen, Installationen und Performances „widersetzt sie sich den Prozessen der Entsubjektivierung und Entsexualisierung, dem Wegsperren und Unsichtbarmachen von funktional andersartigen und Transgenderkörpern“ (aus dem Ankündigungstext des Württembergischen Kunstvereins).

Lorenza Böttner – Zeichnungen, Pastelle, Malereien, Video, Archivmaterialie (1975–1994) Privatsammlung; Foto: Neue Galerie Kassel, documenta 14, copyritght Mathias Völzke

Nachdem eine kleine Auswahl von Lorenza Böttners Arbeiten auf der documenta 14 gezeigt wurde, organisierte der Philosoph Paul B. Preciado in Zusammenarbeit mit Viktor Neumann eine erste umfassende Retrospektive ihrer Werke, die 2018 in Barcelona und 2019 in Stuttgart zu sehen war. Böttners künstlerische Arbeit ist eng mit ihrer Biografie verwoben:

Lorenza Böttner wurde 1956 als Ernst Lorenz Böttner in Chile geboren. Mit acht Jahren erlitt sie einen schweren Unfall, durch den sie beide Arme verlor. Daraufhin zog sie mit ihrer deutschsprachigen Mutter nach Deutschland und wurde zusammen mit contergangeschädigten Kindern eingeschult. Nach ihrem Studium an der Gesamthochschule (heute Kunsthochschule) Kassel lebte sie in Barcelona, New York und in München, wo noch heute ihre Mutter Irene wohnt. 1994 starb Lorenza Böttner an einer HIV-bedingten Krankheit.

“Böttner gelang es, trotz der Behinderung an der Kasseler Kunsthochschule Malerei zu studieren. In ihrer Kunst verschwimmen die Grenzen zwischen Alltag und Performance, Straße und Bühne, Malerei und Tanz, Weiblichkeit und Männlichkeit. Ihre Arbeiten gehen offen mit homo- und transsexuellen Fantasien um und feiern den „versehrten“ als einen erotischen Körper.” Nachzulesen auf der Homepage der Kulturstiftung des Bundes anlässlich der Retrospektiven in Barcelona (2018) und Stuttgart (2019).

Nach einer Einführung in Böttners Arbeit durch den Kunsthistoriker Viktor Neumann findet ein Gespräch über die Künstlerin und ihr Leben in München statt. Das Gespräch wird geführt von Irene Böttner, Viktor Neumann und dem Künstler Philipp Gufler (forum homosexualität münchen e.V.).



Mehr zu Lorenza Böttner (1959–1994)

> documenta 14
> Kulturstiftung des Bundes



Die Veranstaltung ist eine Kooperation von

Lothringer13_Florida
und
forum homosexualität münchen e.V.