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Man nannte sie auch “Madonna der Dekadenz”, diese ebenso selbstbestimmte wie künstlerisch herausragende Persönlichkeit der russischen Kulturgeschichte: Sinaida Gippius, Lyrikerin des russischen Symbolismus. Zum 150. Geburtstag der Dichterin (1869 – 1945), widmet ihr MIR, das Zentrum russischer Kultur in München, eine literarisch musikalische Soiree im Carl-Améry-Saal des Gasteig.

1869 in eine deutsch-russischen Familie bei Tula hinein geboren prägte sie in mehrfacher Hinsicht die literarische Richtung des „Silbernen Zeitalters“ mit.

Dabei stellte die scharfsinnig-sarkastische Salonière  und Literatin für viele  Zeitgenoss*Innen Provokation pur dar, durch ihre Selbstdarstellungen in Tat und Wort: „In meinem Geist bin ich mehr Mann, in meinem Körper bin ich mehr Frau“. Für ihre Lyrik und für ihre Literaturkritiken wählte sie daher konsequenterweise das männliche Pseudonym „Anton Krainij“, was auf Deutsch „der Extreme“ heißt.

Die Oktoberrevolution erlebte sie als „dunkelsten, idiotischsten und schmutzigsten Umsturz, den die Geschichte je gesehen hat“ und die Bolschewiki erschienen ihr als „stumpfsinnige Fanatiker, ausgemachte Schurken und Agenten Deutschlands“.

1918, während des Bürgerkrieges, verließ Sinaida Gippius zusammen mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Dmitrij Mereschkowski (1865 – 1941), Russland für immer.

Sie starb in Paris am 9. September 1945.




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