Sonntag, 02. Juni 2019 um 16:30 Uhr führte der Künstler Christoph Brech die Interessenten des Kulturforum München-West in St. Hildegard, Paosostr. 25.

St. Hildegard, Foto Christoph Brech

Die denkmalgeschützte Kirche wurde nach Plänen von Siegfried Oestreicher errichtet und 1962 Hildegard von Bingen geweiht. Charakteristisch ist ihr Zeltartig gefaltetes Dach und die Glasfenster von Georg Meistermann. Es ist als Baldachin konzipiert und ein statisches Meisterwerk: es schwebt auf 8 schlanken Stahlträgern, die fast unsichtbar sind. Der Raum hat ein Quadrat von 25 mal 25 Metern zum Grundriss, die Wände sind aus roh behauenen Natursteinen gefügt. Zwischen der wuchtigen Masse der Wände und dem schwebenden Dach verläuft rundum ein Glasfries, das durch die Zickzack-Form des Dachs begrenzt wird. Das farbige Glas schafft besonders an Sonnentagen ein lebendiges Licht, das den sonst nüchternen Raum verzaubert.

Blick zum Westfenster, das in der Nachmittagssonne die ganze Kirche in wrme Farben taucht.

Detail vom Taufstein. Figuren, die – Hildegard von Bingen gemäß – der Romanik verbunden sind, verzieren den Deckel des Taufsteins. Foto: P. Pich

 

Christoph Brech studierte an der Akademie der Bildenden Künste München. Sein Werk konzentriert sich auf Videoarbeiten, Rauminstallationen und Arbeiten im öffentlichen Raum und ist deutschlandweit zu finden. Brech ist in Pasing aufgewachsen und der Gemeinde St. Hildegard seit seiner Jugend verbunden.

Christoph Brech, Foto: Barbara Klemm