Informationen zum Soloselbständigenprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler sowie Angehörige kulturnaher Berufe

Hier eine Version der gesammelten Infos aus Erfahrungsberichten mit der Novemberhilfe des Bundes. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Es ist ein Versuch Informationen zum Antrag zu bündeln, um den Umgang damit zu erleichtern:

Anträge sind bis spätestens 31. März 2021 an die zuständige Bewilligungsstelle (örtlich zuständige Regierung) ausschließlich online zu stellen.

Den link zum Antragssystem finden Sie hier

https://www.bayern-innovativ.de/soloselbststaendigenprogramm/seite/soloselbststaendigenprogramm-voraussetzungen

https://www.bayern-innovativ.de/soloselbststaendigenprogramm/seite/soloselbststaendigenprogramm-downloads-faqs

Gesammelte Infos Stand 21.12.- Danke an Katrin Neoral

wir haben heute auf Nachfrage zwei ergänzende Infos aus dem Kunstministerium zum neuen Soloselbstständigen-Programm in Sachen Antragsberechtigung bekommen, die sicher für einige relevant sind:

– Für Nicht-KSK-Mitglieder gilt: Eure Gesamteinnahmen aus erwerbsmäßiger Tätigkeit im Vergleichszeitraum (Jahr 2019) müsst ihr zu mindestens 51% aus künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit oder einer Tätigkeit in kulturnahen Bereichen erzielt haben – unabhängig davon, ob es sich um Einnahmen aus freischaffender/selbstständiger Tätigkeit oder abhängiger Beschäftigung handelt.

– Bei “hybriden” Erwerbsformen gilt: Im Antragsformular könnt ihr aktuell nur eine Tätigkeit/Berufsbezeichnung angeben. Eure Gesamteinnahmen aus verschiedenen künstlerischen, publizistischen oder kulturnahen Tätigkeiten werden aber addiert und bei den mindestens 51% berücksichtigt. Gebt in eurem Antrag die Tätigkeit an, mit der ihr die meisten Einnahmen erzielt. In den Nachweisen zu den Gesamteinnahmen müsst ihr dann eine genaue Aufstellung der unterschiedlichen Tätigkeiten liefern.

Hier die offizielle Richtlinie zum Soloselbstständigen-Programm online: https://www.verkuendung-bayern.de/files/baymbl/2020/769/baymbl-2020-769.pdf?fbclid=IwAR39LH0NWSKYyVmbknbIVi8jsGPbk2Ou1OR7pHNO5Gx05CDVzfrz-A_Y5MQ

Aus der Richtlinie geht eindeutig hervor, dass die November- und Dezemberhilfe des Bundes keinen vergleichbaren Zweck verfolgt. Deshalb sind beide Programme mit dem bayerischen Soloselbstständigen-Programm für Künstler und kulturnahe Berufe kumulierbar. Wenn ihr also Mittel aus der Novemberhilfe bekommen habt, müsst ihr die im Antrag selbst nicht angeben. Allerdings müsst ihr den Betrag im sogenannten „Kleinbeihilfeformular“ aufführen: Formular-Kleinbeihilfe.pdf (bayern-innovativ.de) Das hat aber keine Auswirkung auf die Höhe der Förderung.

Bitte beachten: Den Vergleichszeitraum dürft ihr nur individuell anpassen, wenn ihr die Tätigkeit erst im Laufe des Jahres 2019 aufgenommen hat. Für alle anderen gilt: Vergleichsbasis sind die Gesamteinkünfte im Jahr 2019, aus denen automatisch ein monatlicher Durchschnitt errechnet wird.

Bitte beachtet auch: Ihr könnt den Antragszeitraum frei wählen: Okt+Nov+Dez 2020 oder nur einzelne Monate. Es wird automatisch ein monatlicher Durchschnitt der Einkünfte im gewählten Antragszeitraum errechnet.

Infos zur Novemberhilfe

Hier eine Version der gesammelten Infos aus Erfahrungsberichten mit der Novemberhilfe des Bundes. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Es ist ein Versuch Informationen zum Antrag zu bündeln, um den Umgang damit zu erleichtern:

LINKS:

https://alarmstuferot.org/downloads

https://www.vgsd.de/was-ueber-die-novemberhilfen-bisher-bekannt-ist/

von Katrin Neoral  – Stand 31.11.2020

– Grundsätzlich antragsberechtigt seid ihr, wenn ihr eure Einkünfte im Jahr 2019 zu mindestens 51 % aus einer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit erzielt habt. Entscheidend ist das Netto-Einkommen bei eurem Gehalt aus der Festanstellung und der Gewinn bei eurer gewerblichen/freiberuflichen Tätigkeit.
 
– Es wird ein Umsatzrückgang, der durch die Schließungen im „Lockdown light“ verursacht wurde, bis zu maximal 75% kompensiert.
 
– Vergleichsgrundlage ist der November 2019, Soloselbstständige können auch einen Monatsmittelwert aus dem Jahr 2019 angeben.
 
– Euer Umsatz im Monat November 2020 darf 75%  von November 2019 bzw. des Monatsmittelwert aus 2019 nicht überschreiten, wenn ihr einen Antrag stellen wollt. Umsätze, die über 25 Prozent des Vergleichsumsatzes hinausgehen, werden vollständig auf die Billigkeitsleistung angerechnet.
 
– Für die Ermittlung eures Umsatzes im November 2020 gelten nun generell Umsätze, die nach dem 2.11.20 verursacht wurden. (Hierzu folgen weitere Infos- es herrscht noch etwas Unklarheit)
 
– Als Soloselbstständige könnt ihr bis zu 5000€ ohne Steuerberater beantragen, falls ihr keine Überbrückungshilfe beantragt habt. Wenn ihr Überbrückungshilfe beantragt habt, muss auch der Novemberhilfe-Antrag über einen  Steuerberater laufen.
 
– Die Novemberhilfe soll nicht als Einnahme gewertet werden, deshalb soll sie auch nicht mit der Grundsicherung verrechnet werden. Sprich: Ihr könnt sie auch beantragen, wenn ihr mittlerweile Grundsicherung bezieht. Hier Infos des BR dazu: https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/faq-wie-kommt-man-an-die-corona-novemberhilfe,SHYCb30
 
– Für den Direktantrag ohne Steuerberater braucht ihr ein ELSTER-Zertifikat. Wer noch keins hat, hier könnt ihr es beantragen: https://www.elster.de/ekona/login/softpse
 
– Und hier der Link zum Direktantrag ohne Steuerberater: https://direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/auth/realms/soloselbstaendig/protocol/openid-connect/auth?response_type=code&client_id=antrag-component&redirect_uri=https%3A%2F%2Fdirektantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de%2Fantrag%2Fsso%2Flogin&state=91ccc27c-1f2c-473b-bdcd-ff9047fb6115&login=true&scope=openid
 
Ein Problem, dass sich ergeben hat:
Künstlerinnen und Künstler gelten, wenn sie nicht selbst veranstalten etc., als indirekt von den Schließungen betroffen. Ihr müsst deshalb nachweisen, dass ihr regelmäßig mindestens 80% eures Umsatzes durch Unternehmen erzielt, die direkt von den Schließungen betroffen sind. Dazu ein Auszug aus den Vollzugshinweisen: „Der Nachweis einer direkten Betroffenheit kann beispielsweise erfolgen durch die im Gewerbeschein, Handelsregister oder der steuerlichen Anmeldung angegebene wirtschaftliche Tätigkeit. Der Nachweis der indirekten Betroffenheit und der Betroffenheit über Dritte kann beispielsweise durch geeignete Umsatzaufstellungen, betriebliche Auswertungen oder Jahresabschlüsse erfolgen.“
 
Hier die gesamten Vollzugshinweise: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Downloads/vollzugshinweise-novemberhilfe.pdf?__blob=publicationFile&v=4
 
Und hier FAQ: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/FAQ/FAQ-Novemberhilfe/faq-novemberhilfen.html