„Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie sichtbar geworden wäre.“  Robert Bresson, französischer Regisseur 1901 – 1999. An dieses Motto des französischen Filmpioniers Bresson knüpt die Fotokunst von Bernd Sannwald an.

Foto aus Sannwalds Brüsseler Serie; Brüssel 80-80a

Auf der Suche nach der verborgenen Schönheit in alltäglichen Dingen streift Sannwald durch Städte und Museen, wie in obigen Bildbeispiel durch Brüssel.  Wie er dabei seine Motive findet und festhält, erzählt der Künstler selbst in diesem > > > VIDEO

Bewusstes Sehen wieder erlangen, suchen und sich einlassen!formuliert Sanwald sein Kernanliegen, das im Zuge seiner vielseitigen Vita gereift ist:

Einem kombinierten Biologie-Medizin-Psychotherapiestudium in jungen Jahren und der Arbeit als Psychotherapeut, absolvierte er eine Foto-Lehre, 2009 bis 2012, bei  Jacqueline Esen, Gérard Pleynet und Dr. Erwin Geiss und widmet sich beruflich seit 2016 schwerpunktmäßig der Kunstfotografie, ohne jedoch seinen psychotherapeutischen Background aus den Augen zu verlieren. Vielmehr verbindet er nunmehr beide Disziplinen:
„Wie in der Psychotherapie suche ich mit der Kamera nach Verbogenem, nach Details, nach der Schönheit im Alltäglichen und gebe diesem Moment Dauer,“
lautet – auszugsweise – ein Statement auf seiner Homepage. Mit diesem Anliegen trifft er offensichtlich einen Nerv der Zeit, was sich nicht zuletzt in der umfangreichen Zahl seiner Ausstellungen in den letzten Jahren wiederspiegelt.

Bernd Sannwald genießt die Ruhe vor dem Sturm, in einer kontemplativen Minute auf der ART BASEL

Auf der Agenda des Künstlers, der seit 2017 auch Mitglied unserer Kulturplattform jourfixe-muenchen ist, stapeln sich entsprechend die Ausstellungstermine, für 2019 u.a.

Aus Sannwalds Brüsseler Serie: Brüssel 18-15

Art Berlin City
Sindelfingen ARTe
Museum Rosenhang, Weilburg
Künstlerhaus München
Art Innsbruck, vertreten durch Galerie Dikmayer, Berlin

Bernd Sannwalds fotografisches Territorium liegt jenseits der gewohnten Wahrnehmung. Seine Sichtweise ist analytisch und doch von der Kraft der Vorstellung angetrieben. Der ästhetische Aspekt rückt in den Vordergrund, die Funktionalität der Objekte wird ausgeblendet. Sein Arbeitsstil ist klassisch-zeitlos und steht als selektive Position in der Tradition der Neuen Sachlichkeit. Die Motive sind geprägt von der urbanen Umwelt. Sannwald löst sie kompromisslos von ihrem realen Vorbild und zeigt im Ausschnitt abstrakte Gebilde. Gelingt es uns, einen konkreten Ort zu erkennen, erscheint dessen fotografische Metamorphose umso erstaunlicher. (…) So die Kunstkritikerin und Kuratorin Dr. Barbara Rollmann-Borretty, 2017, (Zitate)


Eckdaten zur Veranstaltung unter diesem > Link