Video von Gerhard Hallermayer und Fotos von Oliver Stey und Gaby dos Santos vom ökumenischen Gedenkgottesdienst am 8.3.19

Bei dem Zeitzeugen-Text, den Alexander Diepold, selbst ein Sinto und Gründer/Leiter der Madhouse gemeinnützige GmbH, beim ökumenischen Gottesdienst in der Theatinerkirche vortrug, handelte es sich um die Erinnerungen des Holocaust-Überlebenden Hugo Höllenreiner, der als Kind Opfer von Experimenten wurde, die der berüchtigte KZ-Arzt Dr. Josef Mengele vor allem an „Zigeunerkindern“ vornahm. Ein schwer zu ertragender Text, der da durch den barocken Prunk der Münchner Kirche hallte …

Sandor Lehmann & Hansi Rottegger brachten die Musik ihrer Volksgruppe in die Theatinerkirche, Foto: G. dos Santos

 

Während des ökumenischen Gottesdienstes in der Theatinerkirche – 3. v. links ist Manu Höllenreiner, einer der wenigen noch lebenden Holocaust-Opfer, der extra aus Ingolstadt zum Gedenkgottesdienst anreiste. Foto: Oliver Stey

 

Jäh aus dem Leben gerissen wurden am 8. März 1943 die Münchner Sinti und Roma. Man überstellte die Familien in das Polizeipräsidium in der Ettstraße, von Oppositionellen auch als die „Mörderzentrale“ bezeichnet. Am 13. März folgte die Deportation in Konzentrationslager, vorwiegend in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau; für 130 der Münchner Sinti und Roma eine Reise ohne Wiederkehr …

Analog zu diesem fünftägigen Zeitfenster erinnert auch in diesem Jahr eine Reihe von Veranstaltungen, zwischen 8. und 13. März, an die damaligen Ereignisse:

 

Ausschnitt des Flyers 2019 der Landeshauptstadt München

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Gedenken an die Deportation der Münchner Sinti und Roma am 13.3.1943:    LINK
zur Gedenkveranstaltung am 13. März 2019, 15 Uhr, Platz der Opfer des Nationalsozialismus, mit Ablauf und Details auf „muenchen.de“