• Was von Belang wird die Zeit überdauern? Ein kleines Lied und ein großes Erschauern … (Hans Leip, Textdichter von “Lili Marleen”)

In Kürze werden 80 Jahre seit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vergangen sein, mit dem ich immer auch das Lied “Lili Marleen” assoziiere, dem es gelang, über alle Fronten hinweg die Soldaten zu berühren und das seitdem, als Soundtrack des Krieges, den Einsatz zahlreicher Soldat*Innen begleitet hat.

Folgerichtig widmet sich nun Deutschlandradio in einem Beitrag in der Nacht zum 1. September unter anderem diesem musikalischen Phänomen:

Lili Marleen‘ kannte jeder. Dieses sentimentale Soldatenlied, 1939 von Lale Andersen gesungen, ist wohl bis heute das bekannteste aus jenen vernebelten Jahren. Als Andersens Kontakte zu Schweizer Juden öffentlich wurden, ließ Joseph Goebbels das Lied 1942 verbieten. Musik, ob Gospel, Swing, Oper oder Schlager, wurde zur Propaganda, als Instrument des Widerstands, zur Agitation und nicht zuletzt zum Vergnügen der Bevölkerung eingesetzt. Der Rundfunk bot zum ersten Mal ein Medium zur weltweiten Verbreitung. Musik wurde zum Massenphänomen. „Wir haben es hier mit einer rätselhaften Situation zu tun: dem Nebeneinander von Kunst und Verbrechen”, so der britische Historiker Patrick Bade, Autor einer Kulturgeschichte der Musik im Zweiten Weltkrieg, Musik war für die Kriegsbemühungen allgegenwärtig. Eine ‚Lange Nacht‘ voller Beispiele aus Radioansprachen, Durchhalteparolen, lärmenden Lauten und schrillen, scharfen Tönen.

Quelle: DLF    -> MEHR

Den Hinweis auf die Sendung habe ich von Mathias Deinert erhalten, der das “Lale Andersen Archiv” in Potsdam betreut und den ich anlässlich meiner eigenen “Lili-Marleen”-Produktion 2010 kennen gelernt habe, ebenso wie die vielen Hintergründe zur Geschichte dieses Liedes, das “vor der Kaserne, unter der Laterne” im Ersten Weltkrieg begann, im Zweiten Weltkrieg berühmt wurde und möglicherweise solange weitergespielt werden wird, wie Kriege auf unserer Welt toben …


Titelbild: DLF