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Fußball und klassische Musik sind zwei Dinge, die bislang nicht unbedingt zusammengebracht wurden …

Dem Münchner Moritz Eggert ist dieser Brückenschlag mit seinem „Fußballoratorium“ geglückt, das er 2005 für die RuhrTriennale im Auftrag der FIFA für das Kulturprogramm komponiert hat. Eggerts Oratorium mit dem Titel „Die Tiefe des Raumes“ (angelehnt an ein Zitat von Karl-Heinz Bohrer über Günter Netzer) ist ein groß besetztes Werk.

Foto: Felix Pöhlmann

 

Die Komposition vereint alles, was Fußball UND klassische Musik ausmachen: Opulenz, Emotion und eine heldenhafte Geschichte. Aus dem Stadion berichten zwei Halbzeiten und Nachspielzeit lang ein Symphonieorchester, vier Gesangssolistinnen und -solisten, ein Chor und drei Sprecher. Ganz im traditionellen Sinne des Oratoriums erzählt die Geschichte den Leidensweg eines Kickers auf seinem Weg zum Fußballgott.

Ausführende sind neben namhaften Solistinnen sowie Solisten und Sprechern 150 Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumnae und Alumni der Studienstiftung des deutschen Volkes, die alljährlich in einer Musikakademie in den Südtiroler Alpen groß besetzte Chor- und Orchesterwerke erarbeiten.

Moritz Eggert, selbst Alumnus der Studienstiftung und einer der meistgespielten deutschen Gegenwartskomponisten, markierte mit diesem vielbesprochenen Werk eine neue Entwicklung der Musik im 21. Jahrhundert, die höchste musikalische Ansprüche mit unmittelbarer Verständlichkeit verbindet. Sein Oratorium ist ein großes (ironisches) Fußballfest, in dem auf verblüffende Weise deutlich wird, wie nahe sich das Bühnen- und das Feldspiel eigentlich sind. Endlich wird das Fußballoratorium auch in München, der Heimat des Komponisten und des Fußballs, aufgeführt.

Moritz Eggert Die Tiefe des Raumes. Ein Fußballoratorium für großes Orchester, vier Solistinnen und Solisten, gemischten Chor und drei Sprecher (Eine Komposition im Auftrag des Kulturprogramms der FIFA 2006)

 

Über die Begegnung: „So schön kann Fußball sein!“

Moritz Eggerts und Michael Klaus‘ Fußballoratorium ist ein opulent besetztes Werk über eine Welt aus Rasen, Leder, Stutzen und ganz große Gefühle, mit Symphonieorchester, gemischtem Fanchor, Basso Continuo und Tröte, in zwei Halbzeiten plus Nachspielzeit.

Uraufgeführt 2005 im Auftrag der RuhrTriennale, war es ein Jahr später offizieller Teil des Kunst- und Kulturprogramms der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Unter der Leitung des Münchner Komponisten selbst trifft es nun mit der Musikakademie der Studienstiftung erstmals auswärts auf die Landeshauptstadt München.

 

Man darf zurecht auf die Münchner Erstaufführung dieses Werkes gespannt sein, über das Der Spiegel nach der Uraufführung urteilte:

„Wogende, hochemotionale Fan-Gesänge, Verzweiflung am Elfmeterpunkt, ausrastende Trainer, Helden und Versager: wunderbares Material für die Bühne. Das sagte sich auch Deutschlands humorbegabter Star-Komponist Moritz Eggert, 40, der für die Ruhrtriennale 2005 ein Fußballstück schreiben sollte. Er lieferte mit “Die Tiefe des Raumes” ein Oratorium ab, also eine Art ironische Heiligsprechung des Hangs zum Ball, genau das Richtige für alle, die schon immer wussten, dass Fußball weitaus ernster ist als Leben und Tod.“ (Spiegel 12.09.2005)

Foto: Katharina Dubno

„Im Anfang war das Spiel“ …

Ganz entsprechend der Oratorientradition, dem geistlichen Pendant zur Oper, steht hier eine Heiligenlegende auf dem Feld – ein Spieler, dem das Tor zur Welt offensteht, auf seinem freud- und tränenreichen Weg vom Blechbüchsenkicker zum Fußballgott. Ein Tor verändert das Leben, aber kein Tor erst recht. Und ebenfalls ganz entsprechend der Oratorientradition wird das Geschehen laufend und hochkompetent kommentiert, interpretiert und transzendiert. Nichts ist realer als das Spiel, und grausamer als das Leben ist nur das Urteil der Fans. Aber auch Tugend und Laster mischen sich ein, und natürlich die Reporter.

Eggert, Alumnus der Studienstiftung und einer der meistgespielten deutschen Gegenwartskomponisten, markierte mit diesem viel besprochenen Werk eine neue Entwicklung der Musik im 21. Jahrhundert, die höchste musikalische Ansprüche mit unmittelbarer Zugänglichkeit verbindet. Sein Oratorium ist ein großes (ironisches) Fußballfest, in dem auf verblüffende Weise deutlich wird, wie nahe sich das Bühnen- und das Feldspiel eigentlich sind. Fußball gebiert Liebe und Hass, Tragik und Komik, Emotion und Philosophie, Weisheit und Torheit; in der Tiefe des Raumes liegt der Stoff für eine ganze (Opern-)Saison. Eggert greift auf ein breites Repertoire musikalischer Stile zurück, von der barocken Arie bis zum Popsong, vom Lamento bis zum Jubelgesang, von orchestraler Überwältigungswucht bis zum E-Gitarrensolo.

Gesprochen wird Deutsch, Deutschitalienisch, Mittelhochdeutsch und Ruhrpottdeutsch. Neben Trainer, Reporter und Alt- Internationalem (alles Originale) stehen mit Tugend, Laster, Spieler und Journalist auch vier Gesangssolisten auf der Tribüne.

„Wenn ihr Unterhaltung sehen wollt, geht in den Zirkus und guckt euch Clowns an!“ Hier dagegen geht es um Leben und Tod (90 Minuten lang).

Warum Moritz Eggert für das Thema Fußball ausgerechnet eine Gattung aus der Sakralmusik gewählt hat, erklärt er so: „Oratorien sind ja nicht notwendigerweise ‚sakral’, obwohl wir uns natürlich einen besonderen Spaß daraus gemacht haben, uns ästhetisch der klassischen Form der ‚Passion’ zu nähern, mit dem ‚Spieler’ als jesusartiger Figur, und dem ‚Sportreporter’ als eine Art Evangelist. Fußball ist für viele Menschen eine Ersatzreligion, insofern fällt die assoziative Nähe zum Sakralen nicht schwer. Wichtig ist für mich aber vor allem das ironische Potential einer solchen künstlichen Überhöhung.“


MEHR zum Projekt >

Musikakademie 2019 – Moritz Eggert: Die Tiefe des Raumes. Ein Fußballoratorium

Bewerben könnt ihr euch noch bis zum 15. März unter:https://musikakademie-studienstiftung.de/bewerbung-musikakademie-2019/Wir freuen uns auf euch!

Gepostet von Musikakademie der Studienstiftung des deutschen Volkes am Sonntag, 24. Februar 2019

 

Libretto: Michael Klaus

Sängerinnen und Sänger

Ania Vegry Tugend (Sopran)
Ruth-Maria Nicolay Laster (Mezzosopran)
Simon Bode Spieler (Tenor)
Christian Miedl Journalist (Bariton)

Sprecher

Ulf Peter Schmitt (Künstlername: Peter Geisberg) Alt-Internationaler
Daniel Herzog Reporter
Wowo Habdank Trainer
Chor und Orchester der Musikakademie der Studienstiftung des deutschen Volkes
Moritz Eggert, Dirigent
Christian Jeub, Choreinstudierung


Karten:

20 €
8 € ermäßigt
(Schüler*Innen, Studierende, Auszubildende, Arbeitslose und Schwerbehinderte)

via > muenchenticket
oder Tel. 089 / 51 81 81 81
und an allen MT Vorverkaufsstellen


Eine Veranstaltung der

das älteste und größte Begabtenförderungswerk in der Bundesrepublik Deutschland


Kontakt:

Dr. Keil Musikpromotion


Mehr über Komponist Moritz Eggert / Eggo Music >

www.moritzeggert.de