Conrad Cortins neues Buch ist zugleich sein letzter literarischer Gruß

„Immer der Eure. Immer der Gleiche“ heißt das Buch von Conrad Cortin, das vor kurzer Zeit aus der Druckerei kam. Wie immer geht es um das Leben, das Sein oder das, was dazwischen liegt, um Vernunft und Unvernunft und den Blick zwischen die Welten. 

Den Blick zwischen die Welten hat jetzt auch er angetreten. Nach langen Wochen zwischen Krankenhaus und Heim ist Conrad Cortin in seinem Haus in Obermenzing friedlich eingeschlafen. Die Wochenendtage war ich noch bei ihm gewesen, man konnte sehen, wie das Leben langsam aus ihm wich – und dass er es nicht mehr festhalten wollte, dass er bereit war für den Gang in diese Zwischenwelten, die er so liebte und zu einem Hauptthema seiner Literatur machte.

Für mich bleibt er – auch gerade für seine besondere Art die Dinge zu betrachten – unvergessen, und er hätte sich keinen besseren Titel für sein letztes Buch ausdenken können. „Immer der Eure. Immer der Gleiche“.

Ich danke für die vielen Jahre gemeinsamer Zeit. Immer der Deine …

(Franz Westner)


Conrad Cortin
wurde 1934 in München geboren. Er war Verlagsbuchhändler, Werbetexter, Lektor, Programmierer und arbeitet jetzt als freier Schriftsteller. Über viele Jahre leitete er mit seiner Frau Katja Kortin den  Künstlerkreis Kaleidoskop. Cortins Lust am Absurden, seine Neigung hinter die Fassade der Außenwelt in Innenwelten vorzudringen, fand in Zusammenarbeit mit seiner 2010 verstorbenen Frau in mehreren Büchern ihren Niederschlag.



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